
Stehmeetings: Die kürzeste Sitzung ist eine stehende
Meetings sind die längsten Sitzphasen des Arbeitstags – und gleichzeitig die, die sich am einfachsten verändern lassen. Das Stehmeeting bringt Bewegung in die Routine, ganz ohne zusätzlichen Aufwand, und macht Besprechungen nebenbei kürzer.
Warum im Stehen besser besprochen wird Wer steht, kommt schneller zum Punkt. Ohne die Bequemlichkeit des Stuhls schweift niemand ab, Monologe werden seltener, Entscheidungen fallen früher. Das ist kein Zufall: Stehen signalisiert dem Kopf, dass es um etwas geht und gleich weitergeht. Kurze, regelmäßige Abstimmungen profitieren davon am meisten.
Gesünder, fast nebenbei Jede Besprechung im Stehen ist eine Sitzphase weniger. Bei mehreren kurzen Meetings am Tag summiert sich das spürbar – ganz ohne dass jemand „Sport machen" müsste. Genau diese Unsichtbarkeit ist die Stärke: Die Maßnahme verlangt kein Umdenken über Gesundheit, sie verändert nur das Format.
So setzt es sich von selbst durch Am besten startet man mit den ohnehin kurzen Formaten – dem täglichen Stand-up, der schnellen Abstimmung. Ein hoher Tisch oder einfach ein Raum ohne Stühle genügt. Sobald die Beteiligten merken, dass sie pünktlicher fertig sind, trägt sich das Format von allein. Lange, inhaltsschwere Sitzungen bleiben natürlich im Sitzen – es geht um die vielen kurzen dazwischen.
So setzt du es um
- 1Geeignetes Meeting identifizieren: tägliches oder wöchentliches Status-Meeting (max. 15 Min Agenda)
- 2Ort wählen: Stehend im Bürobereich, kein Meetingraum mit Stühlen
- 3Optional: Flipchart oder Whiteboard als Hilfsmittel
- 4Nicht geeignet für: Feedback-Gespräche, Konfliktgespräche, Präsentationen mit Laptop
- 5Im Team ankündigen: "Unser tägliches Standup findet ab jetzt im Stehen statt"
- 6Regel klar kommunizieren: Maximal 15 Minuten – jeder sagt kurz (1) Was hab ich gestern gemacht, (2) Was mache ich heute, (3) Gibt es Blockaden?
- 7Keine Stühle, kein Laptop (oder nur 1 gemeinsamer Bildschirm)
- 8Selbst pünktlich und stehend erscheinen – du gibst den Ton vor
- 9Timer stellen: 15 Minuten – wenn nicht fertig, Themen vertagen und bilateral klären
- 10Moderation: Reihum, jeder maximal 2 Minuten
- 11Diskussionen stoppen: "Lass uns das danach bilateral klären" – Stehmeeting ist kein Diskussionsforum
- 12Bei Unpünktlichkeit: Starten ohne die zu spät Kommenden
- 13Feedback einholen: Fühlen sich Meetings effizienter an?
- 14Durchschnittliche Meetingdauer vorher/nachher vergleichen
- 15Entscheiden: Format auf andere Meetings ausweiten?
Was du brauchst
- Aufwand
- unter 30 Min.
- Kosten
- 0 €
- Setup
- 5 Min.
- ✓ Kostenlos
- ✓ Kürzere, fokussiertere Meetings
- ✓ Mehr Bewegung im Büroalltag
- ✓ Kein Setup nötig
Förderfähig: bis 600 € steuerfrei
Als Teil eines strukturierten BGM-Prozesses ist diese Maßnahme nach § 3 Nr. 34 EStG bis 600 € pro Mitarbeitendem und Jahr steuerfrei — den Prozess bringt BGF-Kompass mit. Zertifizierte Angebote (z. B. von Upfit) bezuschusst zusätzlich die Krankenkasse nach § 20b SGB V.
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